Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Kuppenrhön“ startet in die Umsetzungsphase

Die Beteiligten freuen sich über den Start der Umsetzung. Das Bild zeigt neben der Projektleitung und den Mitgesellschaftern der Thüringer Kuppenrhön gGmbH stellvertretend Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Fördermittelgeber, Behörden, Landkreise, Stiftungen und Kommunen.

Die Projektleiterin Corinna Hoßfeld gibt einen Einblick zum Fördergebiet und zu einer geplanten Maßnahme am Rasdorfer Berg. alle Fotos: Johannes Schneider, Point Alpha Stiftung

An einzelnen Stationen entlang des Weges der Hoffnung kommen Projektunterstützer zu Wort.

Mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung im Beisein der Parlamentarischen Staatssekretärin Bettina Hagedorn (BMUKN), der Thüringer Umweltstaatssekretärin Karin Arndt sowie der Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz Sabine Riewenherm, ist das Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Kuppenrhön“ offiziell in seine zehnjährige Umsetzungsphase gestartet. Über 70 Vertreter und Vertreterinnen aus Politik, Fachbehörden, Naturschutz und der Region nahmen an der Veranstaltung, die bei der Gedenkstätte Point Alpha stattfand, teil.

In den kommenden 9,5 Jahren werden umfangreiche Maßnahmen umgesetzt, um die strukturreiche Kulturlandschaft der Thüringer Kuppenrhön inmitten des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön zu erhalten und weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen die Wiederherstellung und Vernetzung wertvoller Lebensräume, der Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten sowie die Förderung einer nachhaltigen Landbewirtschaftung.

Neben Fachbeiträgen und Gesprächen erhielten die Teilnehmenden bei einem Spaziergang auf dem „Weg der Hoffnung“ entlang des Grünen Bandes Einblicke in das Fördergebiet und geplante Maßnahmen. Dazu gehören unter anderem die Entbuschung brachgefallener Magerrasen und Wacholderheiden, die Regeneration artenreicher Wiesen sowie die Anlage von Feuchtmulden und Kleingewässern zur Förderung von Wiesenbrütern und Amphibien. Die Maßnahmen erfolgen auf freiwilliger Basis und in enger Zusammenarbeit mit Bewirtschaftenden, Flächeneigentümern sowie weiteren regionalen Partnern. Ziel ist es, die biologische Vielfalt der Thüringer Kuppenrhön langfristig zu sichern und die Kulturlandschaft gemeinsam mit den Menschen vor Ort nachhaltig weiterzuentwickeln.

Ein herzliches Dankeschön für die gelungene Veranstaltung gilt allen Beteiligten – insbesondere dem Landschaftspflegeverbandes „Thüringer Rhön“ e.V., der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und der Point Alpha Stiftung!

Hintergrund

Das Naturschutzgroßprojekt wurde 2020 initiiert und wird im Rahmen des Bundesförderprogramms „chance.natur“ umgesetzt mit dem der Bund Projekte von nationaler Bedeutung unterstützt. Das Umsetzungsprojekt ist auf eine Laufzeit von zehn Jahren und ein Gesamtvolumen von rund 10,2 Millionen Euro angelegt. Die Finanzierung erfolgt zu 75 Prozent durch den Bund, zu 15 Prozent durch den Freistaat Thüringen und zu 10 Prozent durch den Projektträger. Träger-Gesellschafter der Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Kuppenrhön“ gGmbH sind die Heinz Sielmann Stiftung und der Landschaftspflegeverband „Thüringer Rhön“ e.V. Die Träger-Gesellschafter leisten den Eigenanteil. Der Eigenanteil des Landschaftspflegeverbandes wird dabei zum Teil durch Mittel der Landkreise Schmalkalden-Meiningen und Wartburgkreis sowie der Stiftung Naturschutz Thüringen kofinanziert.