Amphibienschutzzäune in der Thüringer Kuppenrhön

Foto: Julia Gombert

Helfer errichten Schutzzäune zwischen Frankenheim und Hilders

Mit den ersten milderen Temperaturen beginnt für Kröten, Frösche und Molche wieder die jährliche Wanderung zu ihren Laichgewässern. Vor allem in der Abenddämmerung und nachts machen sich die Tiere auf den Weg – eine wichtige Phase für den Fortbestand der heimischen Arten.

Am Montag wurde deshalb am Ortsrand von Frankenheim in Richtung Hilders ein Amphibienschutzzaun aufgebaut. Mitarbeitende der Gemeinde Frankenheim errichteten gemeinsam mit dem Team des Naturschutzgroßprojekts „Thüringer Kuppenrhön“ den rund 400 Meter langen Zaun entlang der Landesstraße 1125. Der Zaun verhindert, dass die Tiere direkt auf die Straße gelangen, und leitet sie stattdessen in entlang der Strecke eingegrabene Eimer. 

Neben dem in Frankenheim errichteten Schutzzaun wurden in der Region weitere Zäune aufgebaut. Diese werden regelmäßig von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern kontrolliert, die die eingesammelten Amphibien anschließend sicher zu ihren Laichgewässern bringen. Das Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Kuppenrhön“ bittet alle Verkehrsteilnehmenden um Rücksicht und dankt den vielen Freiwilligen für ihren Einsatz.

Fun Facts 🐸🐸

1. Treffsicher: Viele Amphibien – etwa die Erdkröte – kehren jedes Jahr zu genau dem Gewässer zurück, in dem sie selbst geschlüpft sind. Dafür orientieren sie sich vermutlich an Gerüchen, Landschaftsmerkmalen und sogar am Erdmagnetfeld.

2. Erstaunlich ausdauernd: Für ihre Wanderung zu den Laichgewässern legen Kröten und Frösche oft mehrere Kilometer zurück – teilweise über fünf Kilometer.

Wer beim Krötensammeln oder bei anderen Naturschutzprojekten in der Region mithelfen möchte, findet weitere Informationen hier.

Fotos:

Wandernde Erdkröten

Beim Aufbau des Amphibienzauns