Bericht zur 6. PAG-Sitzung am 15.05.2024

Bereit für Projekt II - optimistische Stimmung bei der letzten PAG-Sitzung der Planungsphase

Am 15.05.2024 tagte die Projektbegleitende Arbeitsgruppe (PAG) des Naturschutzgroßprojekts zum sechsten und damit letzten Mal innerhalb der Planungsphase (Projekt I). Die Grundlagen sind geschaffen, um kooperativ und partnerschaftlich in die Maßnahmenumsetzung übergehen zu können. Hierzu wird es weitere und intensivere Abstimmungen geben und auch die PAG-Sitzungen sollen in der gewohnten Form in der Umsetzungsphase (Projekt II) fortgeführt werden.

Damit war die Veranstaltung ein gemeinsamer Abschluss und Beginn zugleich. Folglich präsentierte Frau Hoßfeld zu Beginn der Veranstaltung nicht nur die Fortschritte seit der letzten Sitzung im November 2023, sondern gab v.a. auch einen Ausblick auf den weiteren Ablauf des Projekts.

Im Pflege- und Entwicklungsplan (PEPL) werden aktuell die letzten noch unvollständigen Kapitel bearbeitet. Damit befindet sich das Projekt auf der Zielgeraden zur Genehmigung seitens des Fördermittelgebers. Dies ist Voraussetzung für die Antragsstellung für das Projekt II, welches voraussichtlich im Laufe des Jahres 2025 startet. In den Kapiteln des PEPL, die noch in der Bearbeitung sind, geht es v.a. um die Priorisierung der geplanten Maßnahmen sowie die Erkenntnisse aus der sozioökonomischen Studie zur Akzeptanzermittlung. Aber auch die Gebietsbetreuung, die Evaluierung, die Projektsicherung und das Projekt-Folgemanagement sind hier zu nennen. Erste Entwürfe zur Priorisierung wurden in einer Präsentation vom Planungsbüro TRIOPS vorgestellt. 

Aufgelockert wurde die Veranstaltung durch Interview-Gespräche, die die Moderatorin Frau Dr. Elbe führte. So berichtete die Projektleiterin Frau Hoßfeld über die bisherige Erfahrung aus der Projektbearbeitung und Herr Bruker vom Bundesamt für Naturschutz erläuterte die Hintergründe von Naturschutzgroßprojekten aus Bundes-Sicht. Auch die Vertreter der Träger, Frau Gombert vom Landschaftspflegeverband Rhön und Herr Neukirchen von der Heinz Sielmann Stiftung kamen dabei zu Wort. Sie berichteten u.a. von den guten Erfahrungen aus dem bereits abgeschlossenen Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Rhönhutungen“ und hoben den hohen ökologischen und landschaftlichen Wert des Gebiets hervor. Frau Schade, Leiterin der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön, erklärte schließlich, wie sich die Biosphäre als Partner ergänzt und zeigte auf, wo Synergien, wie etwa in der Stärkung der Regionalvermarktung durch die Dachmarke Rhön, genutzt werden können.

Im Rahmen eines Workshops erarbeiteten die Teilnehmenden am Nachmittag gemeinsam viele Ideen und Vorschläge zu der Frage, wie es in der Umsetzungsphase weitergehen kann. Dabei kristallisierten sich drei zentrale Aspekte heraus:

  • Netzwerke aufbauen und pflegen, z.B. in den bewährten Arbeitskreisen, die noch erweitert werden sollen (u.a. Forst, Regionalvermarktung)
  • Managementstrategie mit Aufstellung eines Projektteams sowie Zeitplanung für die Maßnahmenumsetzung
  • Start unterstützen, z.B. durch Kommunikationsarbeit. Hier kann jeder Akteur aus seiner Rolle heraus seinen Beitrag leisten.

Das Stimmungsbild zum Ende der Sitzung war recht eindeutig: Die Grundlagen sind geschaffen, um kooperativ und partnerschaftlich in die Maßnahmenumsetzung übergehen zu können. Ein wichtiges Ergebnis aus der PAG-Sitzung ist, dass alle Anwesenden weiterhin die Chancen eines Naturschutzgroßprojektes sehen und diese in der Thüringer Rhön verwirklichen wollen. Das Treffen war damit nicht zuletzt durch die konstruktive Zusammenarbeit der Teilnehmenden wieder eine gelungene Veranstaltung und bestätigte einmal mehr, dass sich das Projekt auf einem guten Weg befindet. Bleibt zu hoffen, dass auch die finalen zeit- und kräftezehrenden Abstimmungen für die Fertigstellung des PEPL gut vonstattengehen, der Antrag für das Projekt II genehmigt wird und das Naturschutzgroßprojekt in die zweite Phase starten kann.